Du betrachtest gerade phonstark auf Konzertreise in Kopenhagen

phonstark auf Konzertreise in Kopenhagen

Zum ersten Mal ging unser Orchester dieses Jahr auf Konzertreise ins Ausland, größtenteils finanziert durch das Erasmus+-Programm der EU. Wir besuchten Aurehøj, ein Musikgymnasium in Gentofte/ Kopenhagen, um mit den SuS dort gemeinsam zu musizieren. Was sonst noch alles auf dem Programm stand, lest ihr hier.

Montag, 09.03.
Montag früh ging es für uns mit einem leckeren Frühstück los. Danach haben wir uns um 09:10 Uhr vor dem Hostel getroffen, von wo aus wir dann zu unserem ersten Ausflug aufgebrochen sind. Wir haben mit einer Bootstour Kopenhagen vom Wasser aus erkundet, wobei wir auf die kleine Meerjungfrau gestoßen sind und viele weitere Gebäude wie die alte Oper und das Schloss. Mit dem Boot ging es unter allen Arten von Brücken hindurch, ob flach oder eng, Kopenhagen hatte sehr viele Brücken zu bieten.
Nach der Bootstour hatten wir 2 Stunden Zeit, um uns Mittagessen zu besorgen und die Stadt noch selbstständig zu erkunden.
Unser nächster Stopp war das Danish Architecture Center, wo wir uns um 13:00 Uhr getroffen haben. Dort gab es auf zwei Etagen viel zu sehen. Auf der ersten Etage konnten wir vieles über die Geschichte der Architektur und berühmten Werke, die auf der ganzen Welt bekannt sind, lernen. Auf der zweiten Etage wurde dargestellt, wie nachhaltige Architektur in Zukunft Mensch, Natur und Technik verbinden kann.
Danach ging es für uns zurück ins Hostel, und nach einer kurzen Verschnaufpause haben wir uns um ca. 17:00 Uhr auf den Weg zum Aurehøj Gymnasium gemacht. Mit der S-Bahn ging es von der Station Nørreport nach Gentofte, wo wir ein leckeres
Abendessen von Erasmus bezahlt bekommen haben, welches wir dann zusammen mit der Chorleitung von CLASSIC verspeist haben.
Später haben wir die Schüler, die Teil des Chors sind, kennengelernt. Mit ihnen zusammen haben wir uns zuerst eingesungen und dann in Mädchen- und Jungsgruppen aufgeteilt, um die unterschiedlichen Stimmen zu üben. Als wir uns wieder zu einer großen Gruppe zusammengeschlossen hatten, haben wir ein schönes dänisches Lied und ein Lied von ABBA gesungen. Zusammen hatten wir sehr viel Spaß und haben uns gut verstanden.
Am Ende des ersten Tages ging es für uns zurück ins Hostel, wo wir alle nach dem ereignisreichen und schönen, aber auch anstrengenden Tag ins Bett gefallen sind.

Dienstag, 10.03.
Der erste Programmpunkt war das Nationalmuseum. Dort bekamen wir eine Führung durch die Wikinger-Ausstellung. Nach einem interessanten Einblick in die Kultur der damaligen Zeit machten wir uns auf den Weg zum Altenheim Jægersborghaven, wo wir unsere besten Orchesterstücke zum Besten gaben. Besonders gut kam das dänische Lied „Olsenbande“ an, bei dem viele fröhlich mitklatschten. Anschließend gab es eine Mittagspause mit selbst gemachten Sandwiches, Obst und Getränken. Wir fuhren mit der Metro zurück ins Hostel und ab diesem Zeitpunkt begann unsere Freizeit. Während manche im Hostel blieben oder in Kleingruppen durch die Stadt liefen, gingen einige zum Rundetaarn (einem 36 m großen Turm in der Innenstadt), um bei Sonnenuntergang einen guten Überblick über die Stadt zu erhaschen und im Anschluss in einem Burgerladen zu Abend zu essen. Nach einem kurzen Rückweg spielten wir mehrere Runden „Werwolf“ und gingen spät ins Bett.

Mittwoch, 11.03.
Der Mittwoch begann nach einem sättigenden Frühstück mit einem freiwilligen Ausflug zur kleinen Meerjungfrau. Dieses Wahrzeichen von Kopenhagen lag etwas abseits vom Stadtkern, weshalb wir den Besuch mit einem Spaziergang an der Promenade verbanden. Es war sehr idyllisch, dem Meeresrauschen zu lauschen, während wir beinahe alleine an Statuen von berühmten Personen und an der alten Kirche „Sankt Albans“ vorbeiliefen. Der Himmel war zwar von Wolken bedeckt, doch es regnete nicht. Am Montag schon sahen wir Scharen von Touristen, welche die
Meerjungfrau belagerten, doch zu unserem Glück waren wir die Einzigen und konnten tolle Fotos schießen.
Nach unserer Rückkehr ins Hostel begaben wir uns auf den Weg zum Aurehøj-Gymnasium. Dort angekommen haben wir gemeinsam mit dem dänischen Orchester PHIL geprobt. Das Tolle war, wie sich unsere Orchester ergänzt haben. Das dänische Orchester bestand primär aus Streichern, wohingegen wir ein Blasorchester sind. Nach einer erfolgreichen Probe, in der wir die Stücke ,,Rondo aus Te Deum“, ,,Gaillarde“ und ,,West Side Story“ geübt hatten, bekamen wir eine kleine Führung durch das Gymnasium. Die Highlights waren ein ganzer Trakt nur mit Proberäumen für Schülerbands und ein Outdoor-Klassenzimmer. Nach diesen Eindrücken bereiteten wir gemeinsam unser Abendessen vor. Dabei kamen wir mit den dänischen Schülern ins Gespräch und erfuhren eine Menge spannender Fakten über Dänemark. Darüber hinaus tauschten wir uns auch über politische Ansichten und die angespannte Situation aus.
Manche Schüler sprachen sogar etwas oder fließend Deutsch, doch auch die Kommunikation auf Englisch lief problemlos. Wir lernten sogar ein paar neue dänische Wörter wie ,,En“ (eins). Zu essen schnitten wir Salat und kochten Chili sin Carne mit Reis. Nach dem Essen begaben sich die Älteren von uns zum Paradise-Jazzclub, wo wir im gemütlichen Ambiente die Klänge des Amanda Sedgwick-4-Quartetts genossen. Vier Musiker (Klavier, Schlagzeug, Kontrabass und Saxophon), welche ihre Instrumente wahrlich beherrschen, improvisierten mit atemberaubender Geschwindigkeit die krassesten Soli und Rhythmen, denen viele von uns jemals gelauscht hatten. Von Balladen über Swing bis zu flottem Bebop war alles dabei. Die Jüngeren von uns erkundeten in dieser Zeit noch etwas die Stadt und verbrachten ihre Zeit zusammen. Auch schon wie an den Tagen davor ließen wir den Abend im Hostel mit coolen Spielen und lustigen Gesprächen ausklingen.

Donnerstag, 12.03.
Am Donnerstag probten wir erneut mit dem Orchester PHIL für unser gemeinsames Lunchkonzert in Aurehøj. Das gemeinsame Musizieren bereitete uns große Freude. Vielleicht sehen wir unsere neuen Bekannten bald wieder, um erneut ein großes Orchester zu bilden. Nach einer entspannten
Fährfahrt besichtigten wir das königlich-dänische Opernhaus. Hier wurden wir hinter die Kulissen geführt, das Highlight war das Betreten der Mainstage. Im Backstagebereich standen sehr viele Requisiten von den letzten Aufführungen. Es wurde auch an vielen neuen gebaut. Zum Abschluss
des Tages besuchten wir einen Auftritt im großen Konzerthaus. Es spielte das Dänisches Radio-Sinfonieorchester. Wir waren alle sehr begeistert von der Performance.

Freitag, 13.03.
Unser letzter Tag war noch einmal voll verschiedener Aktivitäten und Eindrücke: Unser drittes Konzert gaben wir im Gladsaxe Gymnasium, einer Partnerschule des THG in einem anderen Erasmusprojekt. Mittlerweile sind wir ÖPNV-Profis in Kopenhagen trotz unseres umfangreichen Equipments, das für das Konzert nötig ist. Vor Ort half uns der Musiklehrer, uns direkt in der großen Cafeteria aufzubauen. Er kündigte uns sogar über den Schullautsprecher an, so dass wir ein großes Publikum hatten. Besonders gut kam hier das Stück „The Greatest Showman“ an. Im Anschluss führten uns Teilnehmerinnen des Erasmusprojekts EU4Future durch die Schule. Sie hat sogar einen richtigen Kinosaal und Fitnessräume.
Am Nachmittag führte uns eine ehemalige Lehrerin von Aurehøj durch die Innenstadt und ging mit uns in die Schlosskirche und die Prunkräume des Königspalasts Christiansborg. Erwähnenswert waren hier modern gestalteten Wandteppiche, die in der traditionellen Gobelin-Technik erstellt wurden. Schließlich stand noch der Ballett-Besuch („Gisèle“) in der alten Oper auf dem Programm – mit Plätzen ganz oben im obersten Rang. Für viele von uns war es die erste Ballettaufführung und sie beeindruckte sehr.

Samstag, 14.03.
Zeit, um die vielen Eindrücke dieser Woche voller Kultur und Begegnung zu verarbeiten, hatten wir auf der Rückreise. Die Anschlüsse in Hamburg und Hannover klappten nicht wie geplant, aber wir fanden überall Sitzplätze und mit (nur) einer Stunde Verspätung erreichten wir Wolfsburg am Abend.